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biluma

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Klare Lesempfehlung!

Die Berufene: Roman - M. R. Carey

Großbritannien hat sich verändert. Es gibt nur noch wenige Städte in denen Menschen leben. Ein Parasit hat die Menschheit befallen. Die Infizierten verwandeln sich in Zombies, die nur noch einen Gedanken haben: Fressen. Und zwar Menschenfleisch. Und jeder Gebissene infiziert sich ebenfalls. Doch es gibt ein Paar Kinder, die bereits mit diesem Parasiten geboren wurden. Sie reagieren anders als die anderen Infizierten. Das Militär hat einige der Kinder zu Forschungszwecken auf eine Militärbasis gebracht. Sie erhalten dort auch Unterricht um die Entwicklung zu beobachten. Die Soldaten haben ein Mittel entwickelt um den menschlichen Geruch zu übertönen, dadurch wir der Parasit nicht auf sie aufmerksam. Trotzdem werden die Kinder zusätzlich in Rollstühlen fixiert bevor sie ihre Einzelzellen verlassen. Für Melanie und die anderen Kinder ist das normal. Sie kennen es nicht anders und sie wissen nicht, dass auch sie zu den „Hungernden“ gehören. Doch eines Tages wird der Stützpunkt angegriffen und Melanie ist das einzige Kind, das überlebt hat. Sie flüchtet zusammen mit zwei Soldaten, der Ärztin und Ihrer Lehrerin. Melanie hat es schwer in der Gruppe, da sie nur als „Hungernde wahrgenommen wird und nicht als ein Mädchen mit eigenem Charakter. Nur Miss Justineau, ihre Lehrerin, hält zu ihr. Die Gefahr droht also nicht nur von außen, sondern auch von innerhalb der Gruppe. Wird die Gruppe Beacon lebend erreichen?

 

 

Ich lese gerne Zombie-Bücher. „Die Berufene“ hat mich also allein deswegen schon interessiert. Doch ist es kein herkömmlicher Zombie-Roman. Das Buch beschäftigt sich nicht nur mit dem Überleben der Menschen sondern zeigt die Welt auch aus der Sicht der „Hungernden“. Melanie will nicht zu den Infizierten gehören und ihr Verstand ist der eines intelligenten kleinen Mädchens, doch wenn sie den Geruch der Menschen wahrnimmt übernimmt der Parasit in ihr die Kontrolle. Melanie denkt immer wieder über ihre Situation nach und beschäftigt sich auch mit der der Menschen. Die Geschichte wird aus den verschiedenen Sichtweisen der gut herausgearbeiteten Protagonisten erzählt. Doch auch die Action kommt nicht zu kurz. Die Gruppe muss vor den Zombies oder den in der Wildnis lebenden Menschen fliehen und es kommt immer wieder zu Kämpfen. Diese Kombination und der flüssige Schreibstil lassen das Buch zu einem Pageturner werden, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein. Teilweise waren die Szenen sehr blutig und auch eklig. Aber auch das gehört meiner Meinung nach zu einem guten Zombie-Roman. Mit dem Ende hätte ich allerdings nicht gerechnet, aber es passt sehr gut zu diesem Roman. Das Cover des Buches finde ich in seiner Schlichtheit sehr schön, doch passt es leider nicht zum Inhalt des Buches. Ohne etwas über das Buch zu wissen hätte ich es in der Buchhandlung wohl nicht in die Hand genommen.

 

Fazit: Spannender Zombie-Roman, der sich anders entwickelt als die meisten Bücher dieses Genres. Klare Leseempfehlung! 5 von 5 Sternen.